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Werkstatttage in Schleswig

29.03.2018

BOP ist kein Radiosender…

 

Mitten im tiefsten Februar waren die drei 8. Klassen der Erich Kästner-Schule in ungewohnter Rolle unterwegs: Statt sich an warmer Heizungsluft und spannendem Unterricht der herkömmlichen Art in Silberstedt zu erfreuen, stürzten sich alle Beteiligten mutig in die Werkstatt-Tage im Rahmen des BOP (=Berufsorientierungsprogramm. Aha!) in Schleswig.

Alle Schülerinnen und Schüler hatten sich zuvor je 4 Gewerke ausgesucht, in denen sie sich jetzt jeweils zweieinhalb Tage lang erproben konnten.

Wobei „ausgesucht“ vielleicht doch ein etwas dehnbarer Begriff ist, denn unter den insgesamt schon bunten Wahlmöglichkeiten wie Hotel&Gastronomie, Farbe, Metall, Pflege, Holz und dergleichen gab es denn schon einige Favoriten, die nicht alle belegen konnten. Letzten Endes wurde aber doch fast jeder passend untergebracht.

Entsprechend war man mit Feuereifer und hochmotiviert dabei oder hatte alternativ zumindest die Gewissheit, in welcher Branche man später eher nicht in Lohn und Brot stehen würde…

Die besondere Herausforderung für Schüler wie Lehrer in diesen zwei Wochen lag aber weniger in der ungewohnten Umgebung oder der logistisch herausfordernden Hürde, dass die Werkstatt-Tage erstmals zeitgleich an zwei verschiedenen Standorten innerhalb Schleswigs durchgeführt werden mussten – was zahlreichen Schülern einen zusätzlichen Spaziergang unter mildem Zeitdruck pro Woche bescherte.

Vielmehr war es der unverhoffte grimmige Wintereinbruch mit all seiner Wucht und die massive Grippewelle, die Ihren Tribut an der Teilnehmerzahl forderte: Busse stellten den Verkehr ein, angeschlagene Schüler schleppten ihre schweren Körper todesverachtend in die Seminarräume und Werkhallen oder hüteten gleich das Bett.

Da der typische EKSler aber ein Harter ist, konnte letztlich auch diese Ausnahmeerfahrung als ausgesprochend charakterformend positiv abgebucht werden, von den gewonnenen Hinweisen, wohin die Reise einmal beruflich gehen mag, ganz zu schweigen.

 

H. Loth